Viele Grillthermometer haben zwei Messstellen: einen Kernfühler im Gargut und einen Garraumfühler für die Umgebung. Eine Herstelleranleitung beschreibt das als Sensoren „FOOD“ und „OVEN“. Der Messbereich liegt dort bei 0 bis 300 °C, der Fühler ist bis 300 °C und das Kabel bis 380 °C hitzebeständig. Das Gehäuse muss außerhalb der Garkammer bleiben.
Der Garraumfühler ist vor allem beim Low-and-Slow-Garen wichtig. Beim Barbecue liegen die Garraumtemperaturen laut Wikipedia bei etwa 100 bis 130 °C, und eine ganze Schweineschulter kann bis zu 24 Stunden brauchen. Schwankt die Garraumtemperatur, verändert sich die Garzeit. Manche Modelle bieten dafür einen Alarm, der meldet, wenn die Temperatur den eingestellten Bereich verlässt (Herstellerangabe).
Dein Smoker soll 110 °C halten. Du legst den Garraumfühler in Fleischnähe, weil die Anzeige am Gerät oft vom tatsächlichen Wert am Gargut abweicht (Faustregel der Redaktion). Der Kernfühler steckt mindestens 2,5 cm tief im Fleisch. So erkennst du früh, ob die Glut nachlässt oder das Fleisch stockt.
Siehe auch
- Grillthermometer – Modelle mit zwei Fühlern
- Low & Slow – lange Garzeiten bei niedriger Temperatur
- Reverse Searing – erst garen, dann anbraten
- Kabelloses Thermometer – Sonde mit Funk
Häufige Fragen
Brauche ich einen Garraumfühler für Sous vide?
Nein. Beim Wasserbad regelt der Garer die Temperatur selbst. Der Garraumfühler ist für Grill, Smoker und Ofen gedacht.
Wo platziere ich den Garraumfühler?
Im Garraum, in der Nähe des Garguts, aber ohne das Fleisch oder die heiße Wand zu berühren. Das Gehäuse bleibt außerhalb der Garkammer.
- Tepro: Anleitung Dual-Sensor-Grillthermometer – Herstelleranleitung
- Wikipedia: Barbecue
