Inhalt
- Vergleichstabelle: Sous-vide-Garer mit App
- Was bringt die App beim Sous-vide-Garen?
- WLAN oder Bluetooth: Welche Verbindung passt?
- Datenschutz und Cloud-Zwang: Das solltest du vor dem Kauf prüfen
- Rezepte-App oder eigene Datenbank?
- KitchenBoss G330 WLAN: Fernsteuerung und Schutzalarm
- Caso SV 1200 Smart: Markenstick mit Caso-Control-App
- Caso SV 1200 Pro Smart: größerer Behälter, gleiche App
- ProfiCook PC-SV 1159 WiFi: Stick mit Auftau- und Warmhaltefunktion
- Welche App-Funktion brauchst du?
- Schutzfunktionen bei Wassermangel
- So haben wir verglichen
- Timer und Reservierung ohne App
- Kaufberatung kompakt: App ja oder nein?
- Einordnung der Fremdtests
- Zubehör und weiterführende Seiten
Vergleichstabelle: Sous-vide-Garer mit App
Sous-vide-Garer mit App lassen sich per Smartphone steuern. Du startest den Garvorgang, stellst Temperatur und Zeit ein und siehst den Garstatus. Ob das sinnvoll ist, hängt weniger von der Technik als von deinem Alltag ab. Die Tabelle zeigt vier Stick-Modelle mit App plus den Caso SV 2000 Pro zum Vergleich. Die Werte stammen aus den Herstellerangaben der Produktseiten; wo der Hersteller nichts nennt, steht „k. A.“.
| Modell | Leistung | Temperaturbereich | Verbindung | App-Funktionen laut Hersteller | Bedienung am Gerät | Angebot |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1200 W | bis 90 °C, ±0,5 °C | k. A. | Steuerung per Caso-Control-App | Touch-Display, Timer bis 99 h | Preis prüfen* | |
| 1200 W | bis 90 °C, ±0,5 °C | k. A. | Steuerung per Caso-Control-App | Touch-Display, Behälter bis 30 l | Preis prüfen* | |
| 1100 W | 40–90 °C | WLAN | Fernsteuerung im WLAN, Temperatur- und Zeitvorschläge | TFT-Touch-Display | Preis prüfen* | |
| 1000 W | 0–90 °C laut Hersteller | WLAN | Garstatus einsehen, Automatikprogramme aus der Ferne | Sensor-Touch, 99-h-Timer | Preis prüfen* | |
| 2 kW | bis 90 °C, 0,5-°C-Schritte | k. A. | Steuerung per Caso-Control-App, 5 Programme | LED-Touch-Display | Preis prüfen* |
Auffällig: Alle Geräte lassen sich nach Herstellerangaben auch direkt am Display bedienen. Die App ist also Zusatz, kein Zwang. Zwei Caso-Modelle nennen den App-Namen, aber keine Verbindungsart; deshalb steht bei ihnen „k. A.“ statt WLAN oder Bluetooth. Eine allgemeine Übersicht über alle Garer bietet Sous-vide-Garer, eine Auswahl ohne App-Fokus die Seite Sous-vide-Sticks.
Was bringt die App beim Sous-vide-Garen?
Hersteller nennen vier Funktionen: Fernstart und Fernsteuerung, Timer und Alarme, Vorschläge für Temperatur und Zeit sowie die Anzeige des Garstatus. Beim KitchenBoss G330 enthält die App nach Herstellerangabe eine Liste empfohlener Einstellungen für Fleisch, Fisch und Gemüse. Beim ProfiCook PC-SV 1159 lassen sich Automatikprogramme aus der Ferne steuern. Der Caso SV 2000 Pro speichert fünf Programme für Gemüse, Fleisch, Fisch, Geflügel und eine freie Belegung.
Wann die App wirklich hilft
- Lange Garzeiten: Bei 24 bis 48 Stunden erhältst du eine Meldung, wenn das Wasser knapp wird oder die Zeit abgelaufen ist (die Alarmfunktion nennt der Hersteller des G330 ausdrücklich).
- Zeitversetzte Mahlzeiten: Wenn du erst später nach Hause kommst, kannst du das Wasser vorheizen lassen.
- Mehrere Programme: Wer wiederkehrende Gerichte immer gleich garen will, profitiert von gespeicherten Einstellungen.
Wann die App nicht hilft
Die Beutel musst du in jedem Fall von Hand einlegen. Eine Fernsteuerung kann daher nur das Heizen des Wassers vorbereiten. Das ist aus Sicherheitsgründen sogar der klügere Weg: Roh vakuumiertes Gargut soll nach dem von Douglas Baldwin zitierten US Food Code nicht länger als vier Stunden zwischen 5 und 54,4 °C liegen. Fernstart heißt also: Wasser vorheizen, Beutel erst bei Ankunft einlegen. Mehr dazu auf Sous vide und Lebensmittelsicherheit.
Rechenbeispiel: Fernstart rückwärts planen
Angenommen, das Abendessen soll um 19:00 Uhr fertig sein und deine Beispielgarzeit beträgt 90 Minuten (ein Rechenwert, kein Rezept). Die Beutel gehören dann um 17:30 Uhr ins heiße Wasser. Zehn Liter von 20 auf 60 °C brauchen mit 1100 Watt rechnerisch 25 Minuten (0,46 Kilowattstunden geteilt durch 1,1 Kilowatt), in der Praxis eher 35 bis 40 Minuten. Du startest das Aufheizen also gegen 16:45 Uhr per App. Die Beutel liegen bis 17:30 Uhr gekühlt im Kühlschrank, nicht im Wasser. So bleibt das Gargut unter der Vier-Stunden-Regel.
WLAN oder Bluetooth: Welche Verbindung passt?
WLAN verbindet das Gerät mit dem Heimnetz, Bluetooth direkt mit dem Smartphone. Zur Reichweite von Bluetooth liefert eine andere Geräteklasse Anhaltspunkte: Der Hersteller MEATER nennt für das Original-Funkthermometer etwa 10 Meter, für neuere Modelle bis zu 50 oder 75 Meter bei freier Sicht, Wände und Möbel verringern die Reichweite. Für WLAN-Geräte nennt derselbe Hersteller keine Zahl, die Reichweite entspricht dem Heimnetz, und mit einem Cloud-Konto ist der Zugriff von überall mit Internet möglich. Die Beispiele sind aus einer anderen Produktkategorie und zeigen nur das Prinzip.
| Merkmal | WLAN | Bluetooth |
|---|---|---|
| Reichweite | so weit wie das Heimnetz; mit Cloud-Konto auch von außerhalb | kurz bis mittel, je nach Funkstandard und Hindernissen |
| Internet nötig | für Fernzugriff ja, für Heimnetz-Steuerung nicht in jedem Fall | nein, direkte Verbindung zum Smartphone |
| Einrichtung | Gerät muss ins Netz; manche Geräte nutzen nur das 2,4-GHz-Band | einfaches Koppeln, Smartphone muss in der Nähe bleiben |
| Typisches Risiko | Abhängigkeit vom Anbieter-Server | Verbindungsabbruch hinter Wänden |
Praktisch heißt das: Bei einem Sous-vide-Garer in der Küche reicht auch Bluetooth, wenn das Smartphone in der Nähe bleibt. Wer aus dem Büro prüfen will, braucht WLAN mit Fernzugriff. Beachte, dass manche Geräte nur im 2,4-GHz-Band funken; Anova nennt für seinen Precision Cooker beispielsweise WLAN 802.11 b/g/n mit 2,4 GHz. Prüfe vorab, ob dein Router dieses Band anbietet.
Datenschutz und Cloud-Zwang: Das solltest du vor dem Kauf prüfen
Zu Datenerhebung, Kontopflicht und Serverstandorten machen die uns vorliegenden Herstellerangaben keine Aussagen. Wir bewerten deshalb keine App im Detail, sondern geben dir Prüffragen mit:
- Brauche ich ein Konto? Die Datenschutzerklärung der App nennt Anmeldung und Datenverarbeitung.
- Funktioniert das Gerät ohne App? Bei den hier vorgestellten Modellen ja, per Display. Das ist die Rückversicherung, falls der Anbieter die App einstellt.
- Welche Berechtigungen fordert die App? Standort, Kontakte oder Mikrofon erscheinen uns für ein Kochgerät unnötig.
- Wie lange gibt es Updates? Ein Küchengerät kann länger halten, als der Anbieter die App pflegt. Schaue im App-Store, wie aktuell die letzte Version ist.
- Was geschieht bei Verbindungsverlust? Das Gerät sollte den Garvorgang einfach fortsetzen; frage im Zweifel beim Support nach.
Beim KitchenBoss G330 verweist der Hersteller für eine Anleitung auf Deutsch auf die Amazon-Nachrichten. Prüfe, ob die App deutsch ist, bevor du dich auf ihre Empfehlungen verlässt.
Rezepte-App oder eigene Datenbank?
Die Vorschläge in einer Hersteller-App sind bequem, aber nicht automatisch richtig. Stiftung Warentest bewertete in test 1/2018 die Garzeit-Tabellen und Anleitungen der Anbieter durchweg als schwach; keine der Anleitungen wies darauf hin, Geflügel auf 70 °C zu erhitzen. Das Einzelkriterium Hygienehinweis lautete bei allen bewerteten Garern „mangelhaft“. Die Untersuchung ist Jahre alt und betrifft die damals geprüften Geräte, sie zeigt aber, wo Hersteller-Unterlagen Lücken haben können.
So prüfst du eine App-Empfehlung
- Vergleiche Temperatur und Zeit mit den Datenblättern unter Kerntemperatur und Sous-vide-Garzeiten.
- Rechne mit der Dicke: Doppelte Dicke bedeutet laut Baldwin etwa die vierfache Garzeit. Ein 5 Zentimeter dickes Stück braucht daher rund viermal so lange wie ein 2,5 Zentimeter dickes.
- Nutze den Garzeiten-Rechner für Dicke, Temperatur und Ausgangszustand.
- Für Risikogruppen (Kleinkinder, Schwangere, ältere Menschen, Immungeschwächte) gilt: durchgegart, mit 70 °C im Kern für zwei Minuten (BfR).
Stiftung Warentest nennt im Sous-vide-Ratgeber Beispiele wie Kabeljau 20 Minuten, Rumpsteak 50 Minuten oder Möhren eine Stunde. Ohne Angabe zu Dicke und Temperatur lassen sich solche Zahlen nicht übertragen. Eine gute App zeigt beides. Eine eigene Datenbank wie diese Website hat den Vorteil, dass jede Zahl eine Quelle trägt.
KitchenBoss G330 WLAN: Fernsteuerung und Schutzalarm
Der G330 ist der klarste WLAN-Fall in dieser Auswahl. Laut Hersteller steuerst du ihn per VeSync-App aus der Ferne innerhalb des WLAN-Netzes, auch während des Garens. Er schafft 1100 Watt, 40 bis 90 °C, etwa 20 Liter Umwälzung pro Minute und stoppt bei Wassermangel. Ein Alarm warnt bei zu niedrigem Wasserstand, erreichter Temperatur und Ende des Garvorgangs. Der im Wasser liegende Teil ist aus Edelstahl gefertigt.
Die Grenze: 40 °C Untergrenze und fehlende deutsche Anleitung im Karton. Auch zur Datenverarbeitung der App sagt der Hersteller nichts.
KitchenBoss G330 WLAN
Ideal für: Wer den Garstatus per Smartphone überwachen will
- 1100 W
- 40–90 °C
- WLAN und VeSync-App
- ca. 20 l/min Umwälzung
- Schutzalarm, IPX7
- Fernsteuerung im WLAN
- Alarm bei Wassermangel und Garende
- Edelstahl im Wasserbereich
- Untergrenze 40 °C
- Deutsche Anleitung nur über Amazon-Nachrichten
- Datenverarbeitung der App k. A.
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Caso SV 1200 Smart: Markenstick mit Caso-Control-App
Der Caso SV 1200 Smart hat 1200 Watt, regelt bis 90 °C in 0,5-°C-Schritten und hält laut Hersteller die Temperatur auf 0,5 °C genau. Timer von einer Minute bis 99 Stunden, Touch-Display und Schraubklemme für Behälter bis 20 Liter gehören dazu. Die App ist als Zusatz gedacht: Die Bedienung funktioniert auch am Display. Das Verbindungsverfahren nennt der Hersteller in den uns vorliegenden Angaben nicht, ebenso keine Untergrenze der Temperatur.
Das Amazon-Angebot wirbt mit „Testsieger ETM Testmagazin“. Eine ETM-Ausgabe zu Sous-vide-Gartern haben wir nicht gefunden und übernehmen die Angabe deshalb nicht.
Caso SV 1200 Smart
Ideal für: Wer Leistung, Markenhersteller und optionale App will
- 1200 W
- Bis 90 °C in 0,5-°C-Schritten, ±0,5 °C
- Behälter bis 20 l
- Timer 1 min bis 99 h
- Touch-Display
- 1200 W
- Bedienung auch ohne App
- Genauigkeitsangabe ±0,5 °C
- Verbindungsart k. A.
- Untergrenze der Temperatur k. A.
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Caso SV 1200 Pro Smart: größerer Behälter, gleiche App
Dieses Modell entspricht laut Angebot dem SV 1200 Smart, ist aber für Behälter bis 30 Liter ausgelegt. Leistung, Schritte und Genauigkeit sind identisch. Wenn du eine große Wanne oder einen GN-Behälter nutzt, ist es die passendere Wahl; für Töpfe unter 20 Litern bringt es keinen Vorteil. Beachte, dass die Lieferzeit laut Händlerangabe länger ausfallen kann.
Caso SV 1200 Pro Smart
Ideal für: Große Wanne, GN-Behälter, Wochenvorrat
- 1200 W
- Bis 90 °C, ±0,5 °C
- Behälter bis 30 l
- Caso-Control-App
- Touch-Display
- Behälter bis 30 l
- App-Steuerung
- Markenhersteller
- Verbindungsart k. A.
- Lieferzeit kann länger sein
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ProfiCook PC-SV 1159 WiFi: Stick mit Auftau- und Warmhaltefunktion
Der ProfiCook PC-SV 1159 ist ein Stick mit Aluminiumgehäuse, integrierter Klemme und WLAN. Du steuerst ihn per Sensor-Touch oder per App; Automatikprogramme, Auftau- und Warmhaltefunktion sowie eine Joghurt-Funktion sind laut Hersteller dabei. Der Timer läuft bis 99 Stunden, die Wasserumwälzung beträgt 7 bis 8 Liter pro Minute, die Leistung 1000 Watt. Der Stick passt in Behälter ab 15 Zentimetern Höhe und stoppt bei zu niedrigem Wasserstand.
Der Hersteller nennt einen Bereich von 0 bis 90 °C. Ein Heizgerät kann Wasser nicht unter Raumtemperatur kühlen; die Untergrenze ist in der Praxis die Umgebungstemperatur. Die Umwälzung ist mit 7 bis 8 Litern pro Minute schwächer als bei den anderen Modellen (G330 etwa 20 l/min, G310S 16 l/min), was bei großen Wassermengen für die Gleichmäßigkeit eine Rolle spielen kann.
ProfiCook Sous-vide-Garer WIFI
Ideal für: Wer Auftauen, Warmhalten und Sous vide in einem WLAN-Stick will
- 1000 W
- 0–90 °C laut Hersteller
- WLAN und App
- Umwälzung 7–8 l/min
- Behälter ab 15 cm Höhe
- Sensor-Touch und App
- Auftau- und Warmhaltefunktion
- Abschaltung bei Wassermangel
- Schwächere Umwälzung
- Untergrenze 0 °C ist rein theoretisch
- Behälterhöhe mind. 15 cm
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Welche App-Funktion brauchst du?
| Profil | Sinnvolle Funktion | Passende Geräte in dieser Auswahl | Zu beachten |
|---|---|---|---|
| Wochenendköche mit langen Garzeiten | Alarm bei Wassermangel und Garende | KitchenBoss G330 WLAN, ProfiCook Sous-vide-Garer WIFI | WLAN muss stabil im Raum ankommen |
| Berufstätige mit festen Abläufen | Wasser per Fernstart vorheizen | KitchenBoss G330 WLAN | Beutel erst bei Ankunft einlegen |
| Meal-Prepper mit großen Behältern | Gespeicherte Programme, großer Behälter | Caso SV 1200 Pro Smart, Caso SV 2000 Pro | Behältervolumen vor dem Kauf prüfen |
| Technik-Skeptiker | Keine App, Bedienung am Gerät | Stick mit Drehknopf, siehe Sous-vide-Sticks | Kein Fernzugriff |
| Experimentierfreudige mit Fisch | Niedrige Temperaturen, genaue Schritte | Caso SV 1200 Smart | Untergrenze der Temperatur beim Hersteller erfragen |
Einrichtung: typische Stolpersteine
Hat ein Gerät WLAN, brauchst du Zugangsdaten und ein Netz, das das Gerät erreicht. Die Signalstärke in der Küche ist oft schwächer als im Wohnzimmer. Teste vor dem ersten Garvorgang, ob die Verbindung hält, indem du das Gerät mit Wasser, aber ohne Beutel startest. Prüfe außerdem, ob für Updates ein Konto nötig ist und ob die Bedienungsanleitung auf Deutsch vorliegt. Wer sich nicht sicher ist, nutzt das Gerät zunächst nur am Display und aktiviert die App später.
Schutzfunktionen bei Wassermangel
Gerade bei langen Garzeiten ist der Schutz bei sinkendem Wasserstand wichtiger als jede App. Die Hersteller beschreiben ihn unterschiedlich:
| Modell | Angabe zum Wasserstand | Art der Reaktion |
|---|---|---|
| KitchenBoss G330 | Schutzalarm bei Unterschreiten des Mindeststands | Gerät stoppt und warnt |
| ProfiCook PC-SV 1159 | Stopp bei zu niedrigem Wasserstand, Abschaltautomatik | Gerät stoppt automatisch |
| Caso SV 2000 Pro | Trockenschutz | Warnung bei zu niedrigem Wasserstand |
| Caso SV 1200 Smart / Pro Smart | k. A. in den vorliegenden Angaben | k. A. |
Wer sich auf Alarme verlässt, sollte die Reaktion kennen: „Warnung“ bedeutet, dass das Gerät weiterlaufen kann. Fülle bei langen Garungen den Wasserstand ausreichend hoch und decke den Behälter ab; Stiftung Warentest nennt die Verdunstung im offenen Topf als Problem und empfiehlt Alufolie oder Isolationskugeln. Eine Meldung aufs Smartphone ersetzt außerdem keinen Blick in den Topf, wenn du lange aus dem Haus bist.
So haben wir verglichen
Verglichen haben wir Leistung, Temperaturbereich, Verbindung, App-Funktionen und die Bedienung am Gerät, jeweils aus den Herstellerangaben. Zu Datenschutz und Cloud-Zwang gibt es keine Herstellerauskunft; wir geben dafür Prüffragen, aber keine Bewertung einzelner Apps. Eigene Messungen und Preisvergleiche führen wir nicht durch. Die Details stehen unter So vergleichen wir.
Timer und Reservierung ohne App
Viele Funktionen, für die Menschen eine App kaufen, gibt es auch am Gerät. Der Caso SV400 hat einen Timer von einer Minute bis 99 Stunden, der Wancle-Stick reicht bis 99 Stunden und 59 Minuten und bietet eine Reservierungsfunktion für den verzögerten Start. Der Klamer stellt Temperatur und Zeit per Drehknopf ein, ganz ohne App. Alarme lassen sich dort nicht aufs Smartphone schicken, aber für die Küche genügt oft der Timer am Gerät. Diese Geräte stellen wir auf der Seite Sous-vide-Sticks vor.
Kaufberatung kompakt: App ja oder nein?
- App ja, wenn du lange Garzeiten oft nutzt, Alarme willst und die Datenschutzfragen für dich geklärt sind.
- App nein, wenn du ein einfaches Gerät möchtest, das auch in zehn Jahren läuft. Dann passt ein Stick mit Drehknopf, wie er auf der Seite Sous-vide-Sticks vorgestellt wird.
- Display-Bedienung als Pflicht: Das Gerät muss ohne Smartphone laufen, sonst hängst du am Anbieter.
- Temperaturbereich: Wer Fisch bei 43 bis 49 °C garen will, prüft die Untergrenze; bei G330 sind es 40 °C, bei den Caso-Modellen nennt der Hersteller sie nicht.
Einordnung der Fremdtests
Stiftung Warentest untersuchte in test 1/2018 elf Sous-vide-Garer; ein Fokus auf Apps lag damals nicht vor. Die Bewertung gewichtete das Garen mit 50 Prozent, die Handhabung mit 35, die Umwelt mit 10 und die Sicherheit mit 5 Prozent; App-Funktionen würden in die Handhabung fallen. Relevant sind die Aussagen zu Anleitungen und Hygienehinweisen, die Anbieterunterlagen als Schwachpunkt zeigten. Haus & Garten Test 6/2024 nennt den Caso SV 2000 Pro als Sieger unter drei Sous-vide-Gartern, ein Gerät mit App-Steuerung. Eine Bewertung von App-Funktionen veröffentlicht das Magazin in der Online-Fassung nicht. Für die übrigen Modelle auf dieser Seite haben wir keine Fremdtests gefunden.
Zubehör und weiterführende Seiten
Die App ersetzt kein Zubehör: Du brauchst weiterhin passende Behälter (Sous-vide-Behälter), Beutel (Vakuumierbeutel) und einen Vakuumierer. Ein Fleischthermometer hilft, die Kerntemperatur unabhängig vom Gerät zu prüfen. Zur Einordnung der Garer insgesamt lies Stick oder Becken?.
Eine App lohnt sich bei langen Garzeiten und für Alarme, wenn das Gerät auch am Display bedienbar bleibt und du die Datenschutzfragen geklärt hast. Als ausgewogener Einstieg bietet sich der Caso SV 1200 Smart* an, als WLAN-Variante der KitchenBoss G330. Die Empfehlungen in der App vergleichst du mit den Datenblättern, bevor du ihnen vertraust.
Häufige Fragen
Brauche ich für einen Sous-vide-Garer eine App?
Nein. Die hier verglichenen Modelle lassen sich laut Hersteller auch direkt am Display einstellen. Die App bringt Fernstart, Timer, Alarme und Programmvorschläge, ist aber kein Muss.
Was ist besser: WLAN oder Bluetooth?
WLAN erlaubt Zugriff über das Heimnetz und mit Cloud-Konto auch von unterwegs. Bluetooth verbindet direkt mit dem Smartphone und braucht keinen Router, reicht aber nur in der Nähe. Für die Küche genügt Bluetooth, für die Fernüberwachung braucht es WLAN.
Sind die Rezepte in der App zuverlässig?
Das solltest du prüfen. Stiftung Warentest bewertete in test 1/2018 die Garzeit-Tabellen und Anleitungen der Anbieter als durchweg schwach. Vergleiche Temperatur und Zeit mit Datenblättern und berücksichtige die Dicke des Garguts.
Kann ich per App den Garvorgang aus der Ferne starten?
Technisch ja, doch die Beutel musst du von Hand einlegen. Sicher ist nur, das Wasser vorzuheizen und die Beutel erst bei Ankunft einzulegen: Roh vakuumiertes Gargut soll nach dem von Baldwin zitierten US Food Code nicht länger als vier Stunden zwischen 5 und 54,4 °C liegen.
Was passiert, wenn die App eingestellt wird?
Bei Geräten mit Display-Bedienung bleibt das Garen möglich, du verlierst nur Zusatzfunktionen. Prüfe daher vor dem Kauf, ob alle Grundfunktionen am Gerät verfügbar sind.
Welche Daten sammelt die App?
Dazu machen die Herstellerangaben keine Aussagen. Lies die Datenschutzerklärung im App-Store, achte auf Kontopflicht und angeforderte Berechtigungen und entscheide danach.
- Stiftung Warentest: Sous-vide-Garer im Test (test 1/2018) – online 20.12.2017
- Stiftung Warentest: Sous-vide-Vakuumgaren im Wasserbad (Ratgeber) – 28.12.2017
- Haus & Garten Test: 9 Vakuumierer und 3 Sous-vide-Garer – Ausgabe 6/2024
- Douglas Baldwin: A Practical Guide to Sous Vide Cooking – Abruf 20.10.2026
- BfR: Lebensmittelinfektionen im Privathaushalt – 22.08.2024
- MEATER Support: Reichweite der MEATER-Geräte
- Anova Precision Cooker (Herstellerangaben)
* Affiliate-Link: Bei einem Kauf erhalten wir eine Provision, für dich ändert sich der Preis nicht. Mehr dazu im Werbehinweis.







