Inhalt
- Vergleichstabelle: Sous-vide-Garer im Überblick
- Welcher Sous-vide-Garer passt zu welchem Profil?
- Caso Pro-Stick mit 2 kW: für große Wassermengen
- Caso SV400: der unkomplizierte Einstiegs-Stick
- Klamer Sous-vide-Stick: Drehknopf statt App
- KitchenBoss G310S: kompakter Stick mit Metallpropeller
- KitchenBoss G330 WLAN: Fernsteuerung per VeSync-App
- Caso SV 1200 Smart: 1200 Watt mit Caso-Control-App
- ProfiCook PC-SV 1112: Becken-Gerät mit Zusatzfunktionen
- WMF Lono 2in1 Pro: Sous vide und Slow Cooker kombiniert
- So haben wir verglichen
- Kaufberatung kompakt: Auf diese Merkmale kommt es an
- Welche Gartemperaturen brauchen Garzeiten-Datenblätter wirklich?
- Einordnung der Fremdtests
- Weitere Garer: Unterseiten im Überblick
- Zubehör: Was zum Garer gehört
Vergleichstabelle: Sous-vide-Garer im Überblick
Die Tabelle fasst acht Geräte zusammen, die sich in Leistung, Temperaturbereich und Bauart deutlich unterscheiden. Alle Werte stammen aus den Herstellerangaben der Produktseiten; fehlt eine Angabe, steht „k. A.“. Eigene Messungen nehmen wir nicht vor. Einen neunten, den Wancle-Stick, stellen wir weiter unten kurz vor.
| Modell | Bauart | Leistung | Temperaturbereich / Schritte | Volumen / Behälter | Timer, App, Schutz | Angebot |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Stick | 2 kW | bis 90 °C, 0,5-°C-Schritte | erwärmt bis zu 60 l Wasser | App, 5 Programme, IPX7, Trockenschutz-Warnung | Preis prüfen* | |
| Stick | 1000 W | 25–90 °C, 0,5-°C-Schritte | Behälter 6–20 l, mind. 16 cm hoch | Timer 1 min bis 99 h, IPX7, App k. A. | Preis prüfen* | |
| Stick | 1200 W | 20–95 °C, ±1 % Genauigkeit | k. A. | Drehknopf, Wasserstandssensor, IPX7, ohne App | Preis prüfen* | |
| Stick | 1100 W | 40–90 °C | Klemme ab 7 cm Topfhöhe, 16 l/min Umwälzung | LED-Touch, IPX7, App k. A. | Preis prüfen* | |
| Stick (WLAN) | 1100 W | 40–90 °C | Umwälzung ca. 20 l/min | VeSync-App per WLAN, IPX7, Schutzalarm | Preis prüfen* | |
| Stick (App) | 1200 W | bis 90 °C, 0,5-°C-Schritte, ±0,5 °C | Behälter bis 20 l | Caso-Control-App, Timer bis 99 h | Preis prüfen* | |
| Becken | k. A. | 45–90 °C | 8,5 l Becken | 72-h-Timer, Schongar-, Joghurt-, Warmhaltefunktion | Preis prüfen* | |
| Becken | 1500 W | 35–90 °C | 6-l-Behälter (Tritan) | 72-h-Timer, Slow-Cook-Einsatz, Drehknopf | Preis prüfen* |
Die Reihenfolge folgt keiner Rangliste, sondern grob dem Einsatz: zuerst Sticks für größere Mengen, dann Einsteiger-Sticks, dann Geräte mit App, am Ende Geräte mit eingebautem Becken. Sticks sitzen mit einer Klemme an einem Topf, den du ohnehin hast. Becken-Geräte bringen den Behälter mit. Wo die Grenze liegt, erklärt Stick oder Becken? ausführlich.
Welcher Sous-vide-Garer passt zu welchem Profil?
- Du kochst gelegentlich für zwei bis vier Personen: Ein Stick mit 1000 bis 1200 Watt reicht. Er heizt zügig auf und passt in jeden hohen Topf. Der Caso SV400 und der Klamer-Stick sind die klassischen Einsteigergeräte.
- Du gart große Mengen oder oft: Mehr Leistung und stärkere Umwälzung bringen große Wassermengen schneller auf Temperatur. Dafür ist der Caso SV 2000 Pro gebaut.
- Du willst unterwegs starten und überwachen: Dann zählt die App. Prüfe aber vorher, ob sie ein Cloud-Konto verlangt (mehr dazu in Sous-vide-Garer mit App).
- Du hast wenig Platz und keinen passenden Topf: Ein Gerät mit Becken wie der WMF Lono bringt den Behälter mit. Du bezahlst das mit weniger Fassungsvermögen und mit Platzbedarf in der Küche.
Caso Pro-Stick mit 2 kW: für große Wassermengen
Der Caso SV 2000 Pro ist laut Hersteller auf 2 Kilowatt (2 kW) ausgelegt, erwärmt bis zu 60 Liter Wasser und lässt die Umwälzung in drei Stufen (12, 15 oder 18 Liter pro Minute) an die Wassermenge anpassen. Fünf Programme für Gemüse, Fleisch, Fisch, Geflügel und eine freie Belegung lassen sich speichern. Ein Trockenschutz warnt bei zu wenig Wasser. Haus & Garten Test nennt dieses Modell in Ausgabe 6/2024 als Sieger unter drei untersuchten Sous-vide-Gartern (öffentlich sind nur die Etiketten, keine Noten).
Für wen lohnt er sich? Für Haushalte, die mehrere Beutel gleichzeitig garen, Meal Prep betreiben oder in einem großen Behälter arbeiten. Für den Einzelhaushalt mit einem Steak pro Abend ist die Reserve überdimensioniert, und ein kleiner Topf profitiert nicht von 2 kW. Dann reicht ein schwächerer Stick.
Caso SV 2000 Pro
Ideal für: Große Mengen, Meal Prep und große Behälter
- 2 kW
- Bis 90 °C in 0,5-°C-Schritten
- Bis 60 l Wasser
- 3 Umwälzstufen
- IPX7, App-Steuerung
- Sehr hohe Leistung
- Einstellbare Umwälzung
- Fünf speicherbare Programme
- Im Fremdvergleich als Sieger Sous-vide-Garer genannt
- Für kleine Töpfe überdimensioniert
- Für Einzelportionen mehr als nötig
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Caso SV400: der unkomplizierte Einstiegs-Stick
Der Caso SV400 arbeitet laut Hersteller mit 1000 Watt, regelt von 25 bis 90 °C in 0,5-°C-Schritten und hat einen Timer von einer Minute bis 99 Stunden. Der Timer zählt in der letzten Phase in Fünf-Minuten-Schritten. Die Schraubklemme passt an Behälter mit 6 bis 20 Litern Volumen und mindestens 16 Zentimetern Höhe. Die Schutzart IPX7 nennt der Hersteller im Produkttitel.
Die untere Grenze von 25 °C ist praktisch: Sie deckt nicht nur Fisch ab, sondern laut Hersteller auch das Erwärmen von Joghurt im Glas und das Temperieren von Kuvertüre. Die Grenzen zeigen sich bei großen Mengen, denn 1000 Watt brauchen bei vielen Litern länger zum Aufheizen. Mehr Details bietet der Produktcheck zum Caso SV400.
Caso SV400
Ideal für: Einsteiger, die mit dem eigenen Topf starten
- 1000 W
- 25–90 °C in 0,5-°C-Schritten
- Behälter 6–20 l, mind. 16 cm hoch
- Timer 1 min bis 99 h
- IPX7
- Breiter Temperaturbereich
- Touch-Display
- Schraubklemme für Töpfe und Gläser
- App k. A.
- Weniger Leistung für große Wassermengen
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Klamer Sous-vide-Stick: Drehknopf statt App
Der Klamer-Stick setzt auf klassische Bedienung: Temperatur und Zeit stellst du per Drehknopf ein, eine LED-Anzeige zeigt beides. Er regelt laut Hersteller von 20 bis 95 °C mit einer Genauigkeit von ±1 %, hat eine Feststellschraube für den Topfrand und einen Wasserstandssensor. Eine App gibt es ausdrücklich nicht. Haus & Garten Test nennt einen „Klamer Sous Vide Stick“ in Ausgabe 6/2024 als Sieger Preis/Leistung. Die Modellbezeichnung im Bericht ist knapp gehalten; ob es exakt das hier gelistete Gerät ist, solltest du vor dem Kauf an der Typangabe prüfen.
Ideal ist er für alle, die ein einfaches Gerät ohne Smartphone-Zwang möchten. Der weite Temperaturbereich macht ihn auch für niedrig gegarten Fisch und Thunfisch geeignet.
KLAMER Sous-vide-Stick 1200 W
Ideal für: Wer ein einfaches Gerät ohne App möchte
- 1200 W
- 20–95 °C, ±1 % laut Hersteller
- Drehknopf und LED-Anzeige
- Feststellschraube
- Wasserstandssensor
- Sehr weiter Temperaturbereich
- Einfache Bedienung ohne App
- Im Fremdvergleich als Sieger Preis/Leistung genannt (Modellzuordnung prüfen)
- Keine App
- Behälterangabe k. A.
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KitchenBoss G310S: kompakter Stick mit Metallpropeller
Der KitchenBoss-Stick (G310S) bringt laut Hersteller 1100 Watt, einen Bereich von 40 bis 90 °C und eine Umwälzung von 16 Litern pro Minute. Die Klemme trennt sich vom Stick, sodass er laut Hersteller auch an niedrigen Töpfen ab sieben Zentimetern Höhe eingesetzt werden kann. Der im Wasser liegende Teil besteht aus Edelstahl, das Display ist ein geneigtes LED-Touchfeld.
Der Haken liegt im Temperaturbereich: Bei 40 °C beginnt der Bereich. Sehr zarter Thunfisch bei 38 °C ist damit nicht möglich. Für Rind, Schwein, Geflügel und die meisten Fischgerichte ist das aber ohne Belang.
KitchenBoss Sous-vide-Stick 1100 W
Ideal für: Kleine Küchen und niedrige Töpfe
- 1100 W
- 40–90 °C
- 16 l/min Umwälzung
- Klemme ab 7 cm Topfhöhe
- IPX7
- Metallpropeller
- Abnehmbare Klemme
- Auch in niedrigen Töpfen nutzbar
- Untergrenze 40 °C
- Timer-Bereich k. A.
- App k. A.
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KitchenBoss G330 WLAN: Fernsteuerung per VeSync-App
Der G330 ist die WLAN-Variante: Laut Hersteller steuerst du ihn über die VeSync-App aus der Ferne, innerhalb des WLAN-Netzes, und die App enthält Empfehlungen für Temperatur und Zeit. Dazu kommen 1100 Watt, 40 bis 90 °C, etwa 20 Liter Umwälzung pro Minute, ein Schutzalarm bei zu wenig Wasser und ein Gehäuse aus Edelstahl. Die Maße betragen 9,85 × 7,2 × 41,15 cm.
Wichtig: Für eine deutsche Anleitung verweist der Hersteller auf die Amazon-Nachrichten. Ob die App ein Benutzerkonto verlangt und welche Daten sie überträgt, sagen die Herstellerangaben nicht; lies vor dem Kauf die Datenschutzhinweise der VeSync-App. Wer keine Cloud-App möchte, greift besser zu einem Stick mit Drehknopf.
KitchenBoss G330 WLAN
Ideal für: Wer Garstatus und Timer per Smartphone im Blick haben möchte
- 1100 W
- 40–90 °C
- WLAN und VeSync-App
- ca. 20 l/min Umwälzung
- IPX7
- Fernsteuerung im WLAN
- Schutzalarm bei Wassermangel
- Edelstahl im Wasserbereich
- Kontoanforderung der App k. A.
- Deutsche Anleitung über Amazon-Nachrichten
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Caso SV 1200 Smart: 1200 Watt mit Caso-Control-App
Der Caso SV 1200 Smart ist laut Hersteller auf 1200 Watt ausgelegt, regelt bis 90 °C in 0,5-°C-Schritten und hält die Temperatur auf 0,5 °C genau. Die Steuerung geht auch über die Caso-Control-App. Die Schraubklemme passt an Behälter bis 20 Liter, der Timer läuft von einer Minute bis 99 Stunden. Der Stick ist laut Hersteller komplett wasserfest.
Er richtet sich an Nutzer, die einen Markenhersteller mit eigener App möchten und im Haushalt Mengen bis etwa 20 Liter Wasser bewegen. Der Caso SV 1200 Pro Smart (Behälter bis 30 Liter) ist die größere Schwester und im Detail auf der Seite Sous-vide-Sticks eingeordnet. Der Titel des Amazon-Angebots verweist auf ein Siegel „Testsieger ETM Testmagazin“. Eine entsprechende ETM-Ausgabe zu Sous-vide-Gartern haben wir nicht gefunden und übernehmen die Angabe daher nicht.
Caso SV 1200 Smart
Ideal für: Markenstick mit App für Behälter bis 20 l
- 1200 W
- Bis 90 °C in 0,5-°C-Schritten, ±0,5 °C
- Behälter bis 20 l
- Timer 1 min bis 99 h
- Caso-Control-App
- Hohe Leistung
- App-Steuerung
- Genauigkeitsangabe ±0,5 °C
- Untergrenze der Temperatur k. A.
- Siegel im Amazon-Titel nicht belegt
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ProfiCook PC-SV 1112: Becken-Gerät mit Zusatzfunktionen
Der ProfiCook PC-SV 1112 hat ein Becken mit 8,5 Litern, regelt laut Hersteller von 45 bis 90 °C, bietet einen 72-Stunden-Timer und kann als Schongarer, Joghurtmaker und zum Warmhalten dienen. Im Lieferumfang stecken Zange und Edelstahlgestell, das Gehäuse besteht aus Edelstahl, der Garbehälter ist antihaftbeschichtet.
Hier ist eine ehrliche Einordnung nötig: Stiftung Warentest hat in der Ausgabe test 1/2018 ein ProfiCook PC-SV 1112 als Tank untersucht und mit „ausreichend“ (3,8) bewertet. Die Aufheizdauer war „befriedigend“, die Temperaturgenauigkeit „mangelhaft“, die Leistung lag laut Anbieter bei 520 Watt. Ob das aktuell verkaufte Gerät baugleich ist, lässt sich aus der Produktseite nicht ablesen. Wer ein Becken-Gerät sucht, sollte diese Einschätzung kennen und mit einem Stick vergleichen.
ProfiCook PC-SV 1112
Ideal für: Wer Sous vide, Schongaren und Joghurt in einem Gerät will
- 8,5 l Becken
- 45–90 °C
- 72-h-Timer
- Schongar-, Joghurt- und Warmhaltefunktion
- Zange und Gestell dabei
- Becken im Lieferumfang
- Mehrere Zusatzfunktionen
- Großes Sichtfenster im Deckel
- Stiftung Warentest bewertete das gleichnamige Gerät mit ausreichend (3,8)
- Leistung k. A.
- Untergrenze 45 °C
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WMF Lono 2in1 Pro: Sous vide und Slow Cooker kombiniert
Der WMF Lono ist ein Set aus Präzisionsgarer, 6-Liter-Behälter (Tritan, BPA-frei), Slow-Cook-Einsatz und Halterung für Fleisch oder Gemüse. Laut Hersteller leistet er 1500 Watt, regelt von 35 bis 90 °C, bietet einen Timer bis 72 Stunden und zwei programmierbare Einstellungen. Die Maße des Garers betragen 15,5 × 39,5 × 32,5 cm. Die Bedienung läuft über Drehknopf und LCD.
Mit 35 °C Untergrenze deckt er auch sehr niedrige Zielpunkte ab. Für zwei bis drei Personen und einen überschaubaren Gargut-Mix passt der Behälter. Wer mehr als vier Beutel gleichzeitig garen will, stößt mit sechs Litern schnell an Grenzen.
WMF Lono 2in1 Sous-vide-Garer Pro
Ideal für: Kleine Haushalte mit wenig Stauraum für Töpfe
- 1500 W
- 35–90 °C
- 6-l-Tritan-Behälter
- Timer bis 72 h
- Slow-Cook-Einsatz
- Behälter und Halterung inklusive
- Niedrige Untergrenze 35 °C
- Slow-Cook-Einsatz
- Nur 6 l Wasservolumen
- Platzbedarf von Garer und Behälter
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Weiterer Stick: Wancle 1100 W
Als weitere Alternative führt die Stick-Seite den Wancle-Stick* mit 1100 Watt, 25 bis 90 °C, einer Genauigkeitsangabe von ±0,1 °C, einem Zeitbereich bis 99 Stunden 59 Minuten und einer Reservierungsfunktion (verzögerter Start). Die Clip-Klemme passt laut Hersteller an verschiedene Topfränder.
So haben wir verglichen
Wir führen keine eigenen Labormessungen durch. Grundlage sind die Herstellerangaben auf den Produktseiten, öffentlich dokumentierte Ergebnisse von Stiftung Warentest und Haus & Garten Test sowie physikalische Überschlagsrechnungen. Verglichen haben wir Leistung, Temperaturbereich und -schritte, Volumen und Behälterbedingungen, Timer, App, Schutzart und Sicherheitsfunktionen. Preise, Sternebewertungen und Amazon-Rezensionen fließen nicht ein. Die vollständige Vorgehensweise steht unter So vergleichen wir.
Kaufberatung kompakt: Auf diese Merkmale kommt es an
Leistung: Wie schnell wird das Wasser warm?
Als Faustrechnung: Wasser braucht rund 4,18 Kilojoule pro Kilogramm und Kelvin. Zehn Liter von 20 auf 60 °C zu bringen, erfordert also etwa 10 × 4,18 × 40 ≈ 1670 Kilojoule oder 0,46 Kilowattstunden. Ohne Wärmeverluste dauert das bei 1000 Watt rund 28 Minuten, bei 1200 Watt rund 23 und bei 2 Kilowatt rund 14 Minuten. In der Praxis kommen Verluste durch Topf, Verdunstung und Zimmertemperatur hinzu. Douglas Baldwin nennt für Heimgeräte typischerweise 750 bis 1150 Watt, für Profigeräte 1200 bis 1450 Watt. Für den Alltag reicht das untere Feld, wenn du ohnehin Stunden einplanst.
Temperaturbereich: Was musst du erreichen können?
Das Maximum von 90 °C bieten fast alle Geräte. Spannend ist die Untergrenze, wenn du viel Fisch garst (siehe unten).
Volumen: Wie viel Wasser pro Kilogramm Gargut?
Baldwin rechnet mit etwa 3 bis 5 Litern Wasser pro Kilogramm Gargut. Bei 1,5 Kilogramm Steaks sind das 4,5 bis 7,5 Liter, bei einem Wochenvorrat von 4 Kilogramm 12 bis 20 Liter. Damit liegt der Caso SV400 mit seinem Behälterfenster von 6 bis 20 Litern im Alltagsbereich. Der WMF Lono mit 6 Litern deckt das untere Ende ab.
Schutz und Sicherheit: IPX7, Wasserstandsschutz, Halterung
IPX7 steht für Schutz gegen zeitweiliges Untertauchen; für die Reinigung ist das praktisch (siehe Glossar). Wichtiger ist der Schutz bei Wassermangel und ein stabiler Sitz am Topfrand. Stiftung Warentest hat 2018 einen Stick wegen Stromschlaggefahr abgewertet, weil er durch die Halterung zu tief ins Wasser rutschte. Eine feste Klemme ist also nicht Kosmetik.
Timer und App
Ein Timer, der bei längeren Garzeiten schrittweise zählt, genügt. Die App ist Komfort, kein Muss. Details zur Auswahl findest du in der Kaufberatung Sous-vide-Garer.
Welche Gartemperaturen brauchen Garzeiten-Datenblätter wirklich?
Ein Garer ist nur so gut wie die Temperatur, die du einstellen kannst. Die Datenblätter auf Sous-vide-Garzeiten und im Garzeiten-Rechner arbeiten mit Zielwerten zwischen etwa 38 °C und 90 °C. Die Tabelle zeigt, welcher Bereich für welches Gargut nötig ist.
| Gargut / Ziel | Typischer Bereich (Quelle) | Geräte, die ihn laut Hersteller abdecken |
|---|---|---|
| Thunfisch, sehr rare bis rare | ca. 38–43,5 °C (Baldwin) | Klamer (ab 20 °C), Caso SV400 (ab 25 °C), WMF Lono (ab 35 °C); Caso-1200er-Modelle und Caso Pro: Untergrenze k. A. |
| Lachs, Saibling, rare bis medium-rare | ca. 43–49 °C (Baldwin) | zusätzlich KitchenBoss (ab 40 °C); ProfiCook PC-SV 1112 (ab 45 °C) nur im oberen Teil |
| Die meisten Fische, medium-rare bis medium | ca. 49–60 °C (Baldwin) | alle Geräte der Tabelle oben |
| Rind, medium-rare | ca. 54,5 °C (Baldwin); Baldwin empfiehlt als Untergrenze 54,4 °C | alle Geräte der Tabelle oben |
| Schwein, Geflügel, Wild, Wurzelgemüse | Spannweite der Wasserbäder bis 90 °C (Stiftung Warentest, Ratgeber) | alle Geräte mit 90 °C Maximum |
Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) empfiehlt allgemein, Speisen im Kern mindestens zwei Minuten auf 70 °C zu erhitzen; für Kleinkinder, Schwangere, ältere Menschen und Personen mit geschwächtem Immunsystem ist durchgegartes Fleisch die sichere Wahl. Baldwin ordnet Zeit und Temperatur als Paar ein (Pasteurisierung), und die Mindesttemperatur beginnt bei 54,4 °C. Stiftung Warentest bemängelte 2018, dass keine der Anleitungen auf 70 °C bei Geflügel hinwies. Mehr dazu unter Sous vide und Lebensmittelsicherheit.
Einordnung der Fremdtests
Stiftung Warentest, test 1/2018: Elf Garer wurden untersucht, sechs Sticks und fünf Tanks. Vier schnitten „gut“ ab, vier wurden als gefährlich eingestuft: ein Stick wegen Stromschlaggefahr, drei Tanks wegen Verbrennungsgefahr. Die beiden übrigen Tanks erreichten nur „ausreichend“. Das Fazit: Sticks funktionieren besser als Tanks. Der schnellste Stick heizte Wasser in etwa 30 Minuten auf 60 °C, Tanks brauchten in Extremfällen über zwei Stunden für 5,5 Liter von 15 auf 60 °C. Etliche Geräte hielten die Badtemperatur auf wenige Zehntelgrad genau, in zwei Tanks war das Bad stellenweise bis zu 20 Kelvin wärmer als an anderen Stellen. An einem Tank wurden außen bis zu 105 °C gemessen. Gartabellen und Anleitungen der Anbieter fielen durchweg schwach aus. Nachtest und Einzelurteile sind auf test.de einsehbar; die Untersuchung liegt Jahre zurück, Modelle haben sich seither geändert.
Haus & Garten Test 6/2024: Neun Vakuumierer und drei Sous-vide-Garer wurden untersucht. Als Sieger Sous-vide-Garer nennt die Redaktion den Caso SV 2000 Pro, als Sieger Preis/Leistung einen Klamer Sous Vide Stick, das dritte Gerät war ein Lauben-Modell (LBNSV01). Noten veröffentlicht das Magazin online nicht.
Was wir daraus ableiten: Die Fremdtests sprechen für Sticks. Das Becken-Gerät aus unserer Tabelle bleibt eine Nische für Haushalte, die keinen Topf mit passender Höhe haben.
Weitere Garer: Unterseiten im Überblick
- Sous-vide-Sticks: acht Sticks mit Watt, Volumen, Klemme und Schutzart im direkten Vergleich.
- Sous-vide-Garer mit Becken: Geräte mit Behälter, Volumen und Platzbedarf.
- Sous-vide-Garer mit App: WLAN, Bluetooth, Datenschutz und Rezepte.
- Stick oder Becken?: Entscheidungshilfe für beide Bauarten.
Zubehör: Was zum Garer gehört
Ein Garer allein reicht nicht. Du brauchst einen passenden Behälter, Beutel und eine Möglichkeit, die Luft abzusaugen. Auf der Seite Sous-vide-Behälter erfährst du, welches Volumen und welche Höhe zu welchem Stick passen. Zum Verschließen eignet sich ein Vakuumierer; passende Folien stehen unter Vakuumierbeutel. Nach dem Garen brauchst du eine heiße Pfanne oder einen Brenner für die Kruste, siehe Flambierbrenner, und ein Fleischthermometer, um die Kerntemperatur zu prüfen.
Ohne Vakuumierer funktioniert auch die Wasserverdrängungsmethode mit Zip-Beuteln; Gefrierbeutel sind laut Baldwin bis etwa 90 °C einsetzbar. Schwimmt der Beutel oben, hilft der Ratgeber Beutel schwimmt im Wasserbad.
Für die meisten Küchen ist ein Stick mit 1000 bis 1200 Watt die vernünftige Wahl: Stiftung Warentest sah Sticks vorne, und ein Topf ist meist schon da. Große Mengen und große Behälter bedient der Caso Pro-Stick*. Wer es einfach mag, nimmt einen Stick mit Drehknopf. Wer Apps nutzen will, wählt bewusst und liest vorher, welches Konto verlangt wird. Das Becken lohnt sich, wenn kein passender Topf vorhanden ist.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Sous-vide-Stick und Sous-vide-Garer mit Becken?
Ein Stick (Zirkulator oder Eintauchthermostat) wird an einen eigenen Topf geklemmt, wärmt und wälzt das Wasser um. Ein Gerät mit Becken bringt den Behälter mit. Stiftung Warentest sah in ihrem Vergleich (test 1/2018) die Sticks im Vorteil bei Aufheizdauer und Temperaturverteilung.
Wie viel Watt braucht ein Sous-vide-Garer?
Für Haushalte reichen laut Douglas Baldwin meist 750 bis 1150 Watt. Mehr Leistung verkürzt das Aufheizen: Zehn Liter von 20 auf 60 °C erfordern rechnerisch rund 0,46 kWh, das sind ohne Verluste etwa 28 Minuten bei 1000 W und rund 14 Minuten bei 2 kW.
Welcher Temperaturbereich ist nötig?
Für Rind, Schwein und Geflügel genügt ein Bereich von rund 55 bis 90 °C. Wer zarten Lachs (ca. 43–49 °C) oder Thunfisch (ca. 38–43 °C) garen will, braucht ein Gerät mit niedriger Untergrenze. Die Untergrenzen der Modelle stehen in der Vergleichstabelle.
Wie viel Wasser braucht ein Sous-vide-Garer?
Douglas Baldwin rechnet mit etwa 3 bis 5 Litern Wasser pro Kilogramm Gargut. Der Behälter muss so hoch sein, dass der Stick den Mindestwasserstand erreicht und die Beutel ganz untertauchen. Beim Caso SV400 nennt der Hersteller mindestens 16 cm Höhe und 6 bis 20 Liter.
Ist ein Sous-vide-Garer mit App besser?
Nicht automatisch. Die App bringt Fernüberwachung und Rezeptvorschläge, manche Apps verlangen aber ein Konto beim Anbieter; das solltest du vor dem Kauf prüfen. Ein Stick mit Drehknopf, wie der Klamer, erledigt dieselbe Aufgabe ohne Smartphone. Mehr dazu auf der Seite Sous-vide-Garer mit App.
Ist Sous vide bei niedrigen Temperaturen sicher?
Das hängt von Zeit, Temperatur, Dicke des Garguts und Frische ab. Das BfR empfiehlt allgemein zwei Minuten Kerntemperatur von 70 °C; für Risikogruppen ist durchgegartes Fleisch angezeigt. Baldwin nennt 54,4 °C als untere Grenze. Details unter Sous vide und Lebensmittelsicherheit.
- Stiftung Warentest: Sous-vide-Garer im Test (test 1/2018) – online 20.12.2017
- Stiftung Warentest: Sticks funktionieren besser als Tanks (Pressemitteilung)
- Stiftung Warentest: Sous-vide-Vakuumgaren im Wasserbad (Ratgeber) – 28.12.2017
- Haus & Garten Test: 9 Vakuumierer und 3 Sous-vide-Garer – Ausgabe 6/2024
- Douglas Baldwin: A Practical Guide to Sous Vide Cooking – Abruf 20.10.2026
- BfR: Lebensmittelinfektionen im Privathaushalt – 22.08.2024
* Affiliate-Link: Bei einem Kauf erhalten wir eine Provision, für dich ändert sich der Preis nicht. Mehr dazu im Werbehinweis.











