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Sous-vide-Garer mit Becken und vakuumiertem Fleisch auf der Küchenarbeitsplatte
Vergleich

Sous-vide-Garer mit Becken im Vergleich

Geräte mit eingebautem Behälter: Volumen, Temperaturbereich und Grenzen im Überblick.

  • Volumen & Platzbedarf
  • Becken oder Stick
  • Zusatzfunktionen
  • Sicherheit
AnzeigeUnsere Empfehlung
WMF Lono 2in1 Sous-vide-Garer Pro
WMF Lono 2in1 Sous-vide-Garer Pro

1500 W, 35–90 °C und 6-l-Behälter plus Slow-Cook-Einsatz: kompaktes Komplettset.

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ProfiCook PC-SV 1112
ProfiCook PC-SV 1112

8,5 l mit 72-h-Timer und Warmhaltefunktion; das gleichnamige Gerät bewertete Stiftung Warentest mit ausreichend.

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AnzeigeStick-Alternative
Caso SV 2000 Pro
Caso SV 2000 Pro

2 kW und im Fremdvergleich als Sieger genannt: für große Mengen im eigenen Behälter.

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Von der Redaktion sousvide-guide·Aktualisiert am ·So arbeiten wir
Kurz gesagt

Ein Sous-vide-Garer mit Becken bringt den Behälter mit und eignet sich für kleine Mengen: 6 bis 8,5 Liter Wasser reichen rechnerisch für etwa 1,2 bis 2,8 Kilogramm Gargut. Stiftung Warentest sah Tanks in ihrem Vergleich hinter den Sticks, vor allem bei Aufheizen, Temperaturverteilung und Sicherheit. Ein Becken lohnt sich, wenn kein passender Topf vorhanden ist.

Inhalt
  1. Vergleichstabelle: Garer mit Becken im Überblick
  2. Wofür Sous-vide-Garer mit Becken gedacht sind
  3. Becken oder Stick: die Unterschiede im Detail
  4. WMF Lono 2in1 Pro: Set mit Behälter und Slow-Cook-Einsatz
  5. ProfiCook PC-SV 1112: 8,5 Liter mit Warmhalte- und Joghurtfunktion
  6. Caso SV 900 Sous Vide Center: Garer mit 0,1-°C-Einstellung
  7. Caso Pro-Stick: die Alternative ohne Becken
  8. Wie viele Portionen passen ins Becken?
  9. So gelingt das Garen im Becken
  10. Welches Becken passt zu welchem Profil?
  11. Sicherheit im Becken: Zeit und Temperatur gehören zusammen
  12. Checkliste vor dem Kauf eines Becken-Garers
  13. So haben wir verglichen
  14. Kaufberatung kompakt: Wann lohnt sich ein Becken-Garer?
  15. Einordnung der Fremdtests
  16. Alternative: Stick plus Behälter-Set als eigenes Becken
  17. Zubehör: Beutel, Vakuumierer und Brenner

Vergleichstabelle: Garer mit Becken im Überblick

Ein Garer mit Becken, auch Wasserbad-Garer oder Tank genannt, bringt Behälter, Heizung und Regelung in einem Gerät mit. Du füllst Wasser ein, stellst Temperatur und Zeit ein und legst die Beutel hinein. Die Auswahl mit belastbaren Herstellerangaben ist kleiner als bei Sticks: Wir stellen drei Geräte mit Becken vor und nehmen einen Stick zum Vergleich dazu. Alle Werte stammen von den Produktseiten der Hersteller, fehlende Angaben stehen als „k. A.“ da.

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Sous-vide-Garer mit Becken im Überblick, Stick zum Vergleich (Herstellerangaben)
ModellBauartLeistungTemperaturbereichBecken / VolumenTimer und ExtrasAngebot
WMF Lono 2in1 Sous-vide-Garer ProWMF Lono 2in1 Sous-vide-Garer ProSet mit Behälter1500 W35–90 °C6 l (Tritan)72 h, Slow-Cook-Einsatz, 2 ProgrammePreis prüfen*
ProfiCook PC-SV 1112ProfiCook PC-SV 1112Becken-Garerk. A.45–90 °C8,5 l72 h, Schongar-, Joghurt-, WarmhaltefunktionPreis prüfen*
Caso SV 900 Sous Vide CenterCaso SV 900 Sous Vide CenterSous Vide Centerk. A.30–90 °C, 0,1-°C-Einstellungk. A. (bis zu 5 Portionen)Timer, Digital-DisplayPreis prüfen*
Caso SV 2000 ProCaso SV 2000 ProStick (zum Vergleich)2 kWbis 90 °C, 0,5-°C-Schritteerwärmt bis zu 60 lApp, 5 Programme, IPX7Preis prüfen*

Die Tabelle zeigt die zwei Eigenheiten dieser Bauart: Das Volumen ist begrenzt (6 bis 8,5 Liter bei den Geräten mit Angabe), und die Geräte haben Zusatzfunktionen, die Sticks nicht kennen. Den Gesamtüberblick über alle Bauarten bietet die Seite Sous-vide-Garer.

Wofür Sous-vide-Garer mit Becken gedacht sind

Das Becken ist die Antwort auf eine praktische Frage: Wo gare ich, wenn kein hoher Topf vorhanden ist? Geräte mit Becken lösen das Problem, weil der Behälter mit Deckel mitgeliefert wird. Das passt zu kleinen Haushalten, zu Küchen mit wenig Stauraum und zu Menschen, die ein Gerät wollen, das sich wie ein Reiskocher oder Slow Cooker bedienen lässt. Zwei der Modelle werben ausdrücklich mit Zusatzfunktionen: Der WMF Lono enthält einen Slow-Cook-Einsatz, der ProfiCook PC-SV 1112 einen Joghurtmaker und Warmhaltemodus.

Die Kehrseite ist das Volumen. Als Faustregel rechnet Douglas Baldwin mit 3 bis 5 Litern Wasser pro Kilogramm Gargut. Ein 6-Liter-Becken reicht damit für etwa 1,2 bis 2 Kilogramm, ein 8,5-Liter-Becken für etwa 1,7 bis 2,8 Kilogramm. Vier Steaks à 250 Gramm sind unproblematisch, ein Wochenvorrat von 4 Kilogramm sprengt die Becken-Geräte deutlich (bräuchte rechnerisch 12 bis 20 Liter).

Becken oder Stick: die Unterschiede im Detail

Becken-Garer oder Stick: die wichtigsten Unterschiede
KriteriumGarer mit BeckenStick am eigenen Topf
Behälterim Lieferumfang, Volumen fest (hier 6 bis 8,5 l)frei wählbar, vom kleinen Topf bis zur großen Wanne
Platzbedarfdauerhaft ein Gerät auf der ArbeitsplatteStick schmal, Topf wird ohnehin gelagert
Deckelmeist passender Deckel dabeiDeckel oder Folie muss ergänzt werden
ZusatzfunktionenSchongaren, Joghurt, Warmhalten (je nach Modell)meist nur Garen und Warmhalten
Fremdtest-LageStiftung Warentest sah Tanks hinter den SticksSticks insgesamt besser bewertet
Heiße Außenflächemöglich, abhängig vom GerätTopf und Stickgehäuse werden heiß

Aufheizen und Temperaturverteilung

Das Aufheizen hängt von Leistung und Wassermenge ab. Die Rechnung: 6 Liter von 20 auf 60 °C erfordern rund 0,28 Kilowattstunden. Bei 1500 Watt dauert das ohne Wärmeverluste etwa 11 Minuten. Bei 8,5 Litern sind es 0,40 Kilowattstunden; mit den 520 Watt, die Stiftung Warentest in test 1/2018 für das gleichnamige ProfiCook-Gerät als Anbieterangabe nennt, wären das rechnerisch rund 46 Minuten. Die Messung der Stiftung Warentest ergab in Extremfällen mehr als zwei Stunden für 5,5 Liter von 15 auf 60 °C.

Genau dieser Punkt ist der Unterschied zum Stick. Stiftung Warentest fand in zwei Tanks Stellen, an denen das Bad bis zu 20 Kelvin wärmer war als anderswo. Für Sous vide, wo es auf wenige Grad ankommt, ist das relevant. Ob ein bestimmtes Gerät eine Umwälzung hat, nennen die Hersteller in den uns vorliegenden Angaben nur teilweise. Das Caso SV 900 wirbt mit Zirkulationstechnik; beim WMF Lono und beim ProfiCook PC-SV 1112 finden wir dazu keine Angabe.

Sicherheit: heiße Außenflächen

Stiftung Warentest bewertete drei Tanks wegen Verbrennungsgefahr mit „mangelhaft“ und maß an einem Tank bis zu 105 °C Außentemperatur. Zuordnungen zu den hier vorgestellten Geräten ließen sich aus den Unterlagen nicht sicher herstellen. Stelle ein Becken-Gerät daher so auf, dass Kinder es nicht erreichen, und lege die Beutel mit der Zange ein.

WMF Lono 2in1 Pro: Set mit Behälter und Slow-Cook-Einsatz

Der WMF Lono ist ein Set aus Präzisionsgarer (1500 Watt), 6-Liter-Behälter (Tritan, BPA-frei), Slow-Cook-Einsatz und Halterung für Fleisch oder Gemüse. Die Temperatur lässt sich laut Hersteller von 35 bis 90 °C einstellen und wahlweise in °C oder °F anzeigen. Der Timer läuft bis 72 Stunden, zwei Einstellungen sind programmierbar, bedient wird per Drehknopf mit LCD-Display. Die Untergrenze von 35 °C ist bemerkenswert: Sie deckt auch sehr zarte Fisch-Gargrade ab.

Ideal für zwei bis vier Personen, die nicht zwingend einen Topf ausleihen wollen. Grenzen: 6 Liter Volumen und das Gesamtset beanspruchen Platz. Einen Fremdtest zu diesem Modell haben wir nicht gefunden.

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Unsere Empfehlung

WMF Lono 2in1 Sous-vide-Garer Pro

Ideal für: Kleine Haushalte, die ein Komplettset mit Behälter suchen

  • 1500 W
  • 35–90 °C
  • 6-l-Behälter aus Tritan
  • Timer bis 72 h
  • Slow-Cook-Einsatz
  • Behälter und Halterung dabei
  • Niedrige Untergrenze von 35 °C
  • Slow-Cook-Einsatz
  • Nur 6 l Wasservolumen
  • Umwälzung k. A.
  • Kein Fremdtest bekannt

* Affiliate-Link: Bei einem Kauf erhalten wir eine Provision, für dich ändert sich der Preis nicht. Werbehinweis

ProfiCook PC-SV 1112: 8,5 Liter mit Warmhalte- und Joghurtfunktion

Der ProfiCook PC-SV 1112 fasst 8,5 Liter und regelt laut Hersteller von 45 bis 90 °C. Ein 72-Stunden-Timer, Schongarfunktion, Joghurtmaker und Warmhaltefunktion machen ihn zum Mehrzweckgerät. Zange und Edelstahlgestell liegen bei, im Deckel gibt es ein Sichtfenster, das Gehäuse besteht aus Edelstahl, der Behälter ist antihaftbeschichtet.

Wichtig für die Einordnung: Stiftung Warentest hat in test 1/2018 ein ProfiCook PC-SV 1112 als Tank untersucht. Ergebnis: „ausreichend“ (3,8), Aufheizdauer „befriedigend“, Temperaturgenauigkeit „mangelhaft“. Ob das heute angebotene Gerät baugleich ist, wissen wir nicht. Das Urteil spricht aber dafür, bei Genauigkeit und Aufheizen Zurückhaltung zu üben. Wer eine größere Menge garen will, ohne einen Stick zu kaufen, sollte das wissen.

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Größeres Becken

ProfiCook PC-SV 1112

Ideal für: Wer 8,5 l Volumen und Zusatzfunktionen schätzt und Genauigkeit nicht überbewertet

  • 8,5 l Becken
  • 45–90 °C
  • 72-h-Timer
  • Schongar-, Joghurt-, Warmhaltefunktion
  • Zange und Gestell dabei
  • Größtes Becken im Vergleich
  • Mehrere Zusatzfunktionen
  • Sichtfenster im Deckel
  • Gleichnamiges Gerät von Stiftung Warentest als ausreichend (3,8) bewertet
  • Leistung k. A.
  • Untergrenze 45 °C

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Caso SV 900 Sous Vide Center: Garer mit 0,1-°C-Einstellung

Das Caso SV 900 trägt den Namen „Sous Vide Center“ und deckt laut Titel einen Temperaturbereich von 30 bis 90 °C mit einer Einstellgenauigkeit von 0,1 °C ab. Es hat Timer und Digital-Display, arbeitet mit Wasser-Zirkulationstechnik und ist für bis zu fünf Portionen ausgelegt. Der Hersteller nennt zudem Joghurt-Zubereitung und das Erwärmen von Babynahrung. Wattzahl und Beckenvolumen stehen in den uns vorliegenden Angaben nicht.

Das Gerät ist für Haushalte interessant, die eine Zirkulation im Becken wollen. Wegen der fehlenden Angaben zu Volumen und Leistung ist die Einordnung unscharf; schau vor dem Kauf auf der Produktseite nach den Maßen. Die Verfügbarkeit ist laut Händlerangabe begrenzt.

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Mit Zirkulation

Caso SV 900 Sous Vide Center

Ideal für: Kleine Mengen bis fünf Portionen

  • 30–90 °C
  • 0,1-°C-Einstellung
  • Wasser-Zirkulation
  • Timer und Digital-Display
  • bis 5 Portionen
  • Niedrige Untergrenze 30 °C
  • Zirkulationstechnik laut Hersteller
  • Einstellung in 0,1-°C-Schritten
  • Leistung k. A.
  • Volumen k. A.
  • Begrenzte Verfügbarkeit

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Caso Pro-Stick: die Alternative ohne Becken

Wer die Warnungen von Stiftung Warentest ernst nimmt und trotzdem ein Premium-Gerät sucht, landet beim Caso SV 2000 Pro. Er leistet 2 Kilowatt, erwärmt laut Hersteller bis zu 60 Liter Wasser und bietet drei Umwälzstufen, fünf Programme, App-Steuerung und einen Trockenschutz. Haus & Garten Test 6/2024 nennt ihn Sieger unter drei untersuchten Sous-vide-Gartern, Noten werden online nicht veröffentlicht. Für Becken-Fans ist er interessant, wenn sie den Behälter selbst wählen, zum Beispiel ein 11-Liter-Set.

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Stick-Alternative

Caso SV 2000 Pro

Ideal für: Wer große Mengen gart oder den Behälter frei wählen will

  • 2 kW
  • Bis 90 °C in 0,5-°C-Schritten
  • Bis 60 l Wasser
  • 3 Umwälzstufen
  • IPX7, App
  • Hohe Leistung
  • Einstellbare Umwälzung
  • Im Fremdvergleich als Sieger genannt
  • Behälter muss separat besorgt werden
  • Für kleine Töpfe überdimensioniert

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Wie viele Portionen passen ins Becken?

Für die Planung hilft ein Rechenbeispiel mit Portionen zu je 300 Gramm Fleisch oder Fisch. Grundlage ist wieder Baldwins Spanne von 3 bis 5 Litern Wasser pro Kilogramm Gargut. Die Zahlen sind Obergrenzen unter der Annahme, dass die Beutel einzeln und nicht übereinander im Wasser liegen; wer sie stapelt, unterschätzt laut Baldwin die nötige Garzeit.

Rechenbeispiel: Portionen à 300 g je Beckengröße
BeckenvolumenGargut (Spanne)Portionen à 300 gPasst zu
6 l1,2 bis 2,0 kg4 bis 6Familienessen, Steaks für vier Personen
8,5 l1,7 bis 2,8 kg6 bis 9kleiner Meal-Prep für mehrere Tage
11 l (Behälter-Set mit Stick)2,2 bis 3,7 kg7 bis 12größere Vorräte, mehrere Beutelsorten

Auch die Dicke zählt: Baldwin gibt an, dass doppelte Dicke etwa die vierfache Garzeit bedeutet. Ein 5 Zentimeter dickes Stück braucht also rund viermal so lange wie ein 2,5 Zentimeter dickes. Das beeinflusst die Planung, wenn mehrere Portionen mit unterschiedlicher Dicke im selben Becken liegen. Konkrete Zeiten findest du auf Sous-vide-Garzeiten und im Garzeiten-Rechner.

So gelingt das Garen im Becken

  1. Wasser vorheizen: Fülle das Becken mit warmem Wasser und starte das Gerät, bevor die Beutel hineinkommen. Das verkürzt die Zeit, in der das Gargut im kritischen Temperaturbereich liegt.
  2. Beutel einzeln einlegen: Die Beutel sollen vollständig untergetaucht sein und nicht aufeinanderliegen. Aufgeblähte Beutel beschwerst du, zum Beispiel mit einem Gitter.
  3. Deckel nutzen: Der Deckel mindert Verdunstung und Wärmeverlust. Bei langen Garungen den Wasserstand kontrollieren.
  4. Nach dem Garen anbraten: Eine heiße Pfanne oder ein Brenner liefert die Kruste; mehr dazu unter Nach dem Sous-vide-Garen anbraten.
Becken-Tipp: Erst die Garzeit, dann das Gerät

Lege deine Hauptgerichte fest und prüfe, ob die Untergrenze des Geräts dazu passt. Wer Lachs bei 43 bis 49 °C garen möchte, kommt mit der Untergrenze von 45 °C des ProfiCook nur im oberen Teil aus. Das WMF Lono (35 °C) und das Caso SV 900 (30 °C) decken diese Gargrade ab.

Welches Becken passt zu welchem Profil?

  • Single oder Paar, wenig Küchenfläche: Das Set mit 6-Liter-Behälter genügt für ein bis zwei Steaks oder Fischfilets.
  • Familie mit vier Personen: 8,5 Liter bieten genug Platz für vier bis sechs Portionen. Bei geringer Leistung planst du mehr Vorlauf zum Aufheizen ein.
  • Meal-Prepper: Mehr als zehn Portionen pro Woche sind im Becken kaum unterzubringen. Ein Stick im 11-Liter-Behälter bietet mehr Reserve.
  • Experimentierfreudige Hobbyköche: Wer Fisch, Eier und Gemüse bei niedrigen Temperaturen probiert, achtet auf eine Untergrenze von 35 °C oder weniger.

Sicherheit im Becken: Zeit und Temperatur gehören zusammen

Ein Becken-Garer ändert nichts an den Grundregeln des Niedertemperaturgarens. Douglas Baldwin beschreibt Pasteurisierung als Kombination aus Temperatur und Zeit und nennt 54,4 °C als niedrigste von ihm empfohlene Gartemperatur. Der Kern soll innerhalb von sechs Stunden 54,4 °C erreichen; roh und unpasteurisiert soll Gargut nicht länger als vier Stunden zwischen 5 und 54,4 °C liegen (US Food Code, von Baldwin zitiert). Das spricht gegen sehr langsames Aufheizen mit schwachen Geräten, wenn die Beutel von Beginn an im kalten Wasser liegen.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung empfiehlt für Privathaushalte allgemein, Speisen mindestens zwei Minuten lang auf 70 °C im Kern zu erhitzen. Für Kleinkinder, Schwangere, ältere Menschen und Menschen mit geschwächtem Immunsystem ist durchgegartes Fleisch angeraten. Ob dein Rezept diesen Wert erreicht, entscheidet die Wahl der Zieltemperatur, nicht das Gerät. Mehr dazu auf Sous vide und Lebensmittelsicherheit.

Checkliste vor dem Kauf eines Becken-Garers

  • Volumen in Litern prüfen und mit deinem Wochenbedarf abgleichen (Rechenbeispiel oben).
  • Untergrenze der Temperatur an deine Lieblingsgerichte anpassen, besonders bei Fisch.
  • Nach Zirkulation oder Umwälzung fragen; fehlt die Angabe, ist Vorsicht angebracht.
  • Auf Deckel, Gestell und Zange im Lieferumfang achten.
  • Außenflächen und Standfestigkeit bedenken, wenn Kinder im Haushalt leben.
  • Fremdtests prüfen: Gibt es eine Einordnung von Stiftung Warentest oder anderen Magazinen für genau dieses Modell?

So haben wir verglichen

Wir werten die Herstellerangaben der Produktseiten aus und ordnen öffentlich dokumentierte Ergebnisse von Stiftung Warentest und Haus & Garten Test ein. Eigene Messungen führen wir nicht durch. Preise und Käuferbewertungen fließen nicht ein. Wo Angaben fehlen, schreiben wir „k. A.“, statt zu schätzen. Das Vorgehen beschreibt die Seite So vergleichen wir.

Kaufberatung kompakt: Wann lohnt sich ein Becken-Garer?

  • Kein passender Topf vorhanden: Dann spart ein Set mit Behälter die Suche nach Zubehör.
  • Zusatzfunktionen gewünscht: Wer ohnehin einen Slow Cooker oder Joghurtmaker haben möchte, nutzt ein Mehrzweckgerät.
  • Kleine Mengen: Bis etwa 2 Kilogramm Gargut sind 6 bis 8,5 Liter unproblematisch.
  • Genauigkeit zählt: Dann besser einen Stick mit Umwälzung wählen; Tanks schnitten bei Stiftung Warentest schlechter ab.
  • Große Wochenvorräte: Das Becken ist zu klein, der Stick im großen Behälter die bessere Lösung.

Die Entscheidungshilfe zum Thema findest du unter Stick oder Becken?, die allgemeinen Kriterien in der Kaufberatung Sous-vide-Garer.

Einordnung der Fremdtests

Stiftung Warentest untersuchte in test 1/2018 sechs Sticks und fünf Tanks. Vier Geräte schnitten „gut“ ab, vier wurden als gefährlich eingestuft, nämlich drei Tanks wegen Verbrennungsgefahr und ein Stick wegen Stromschlaggefahr; die beiden übrigen Tanks erreichten nur „ausreichend“. Das Fazit: Sticks funktionieren besser als Tanks. Außerdem fielen die Garzeit-Tabellen und Anleitungen der Anbieter durchweg schwach aus, und keine Anleitung wies auf 70 °C für Geflügel hin. Die Untersuchung liegt Jahre zurück; die Aussage zur Bauart ist aber weiter relevant, weil Heizung und Regelung bei Tanks grundsätzlich anders arbeiten.

Haus & Garten Test 6/2024 hat drei Sous-vide-Garer verglichen; den Caso SV 2000 Pro nennt das Magazin Sieger. Zu WMF Lono, ProfiCook PC-SV 1112 und Caso SV 900 haben wir in dieser Ausgabe keine Aussage gefunden.

Alternative: Stick plus Behälter-Set als eigenes Becken

Statt eines Garers mit festem Becken kannst du einen Stick mit einem Behälter-Set kombinieren. Das Prinzip: Behälter mit passender Deckelöffnung, Gestell gegen aufschwimmende Beutel und optional Isolierhülle. Das KitchenBoss-Set mit 11 Litern* enthält laut Hersteller Behälter, Deckel, Edelstahl-Rost und Neopren-Hülle und ist aus Polycarbonat gefertigt (temperaturbeständig von -40 bis 100 °C). Der Deckel hat eine Öffnung von 6,5 Zentimetern. Das Vihoom-Set mit 11 Litern* bringt einen Doppeltür-Deckel mit Silikondichtung und ein integriertes Gestell mit; der Hersteller gibt einen Temperaturbereich von -45 bis 135 °C an. Welcher Deckel zu welchem Stick passt, steht unter Sous-vide-Behälter.

Vorteil dieser Lösung: Du bekommst Becken-Komfort und die Umwälzung eines Sticks. Nachteil: Zwei Anschaffungen statt einer, und Maße plus Deckelöffnung müssen zusammenpassen.

Zubehör: Beutel, Vakuumierer und Brenner

Zum Garer gehören Beutel und ein Weg, die Luft zu entfernen: Vakuumierer und Vakuumierbeutel sind die Basis. Ohne Vakuumierer funktioniert die Wasserverdrängungsmethode mit Zip-Beuteln. Baldwin nennt für starke Gefrierbeutel eine Grenze von etwa 90 °C. Nach dem Garen sorgt ein Brenner oder eine heiße Pfanne für die Kruste. Wer die Kerntemperatur prüfen möchte, nutzt ein Fleischthermometer. Zur Sicherheit niedriger Temperaturen lies Sous vide und Lebensmittelsicherheit.

Fazit: Becken sind eine Nische für kleine Mengen

Ein Garer mit Becken lohnt sich, wenn dir ein passender Topf fehlt und du für zwei bis vier Personen kochst. Das Komplettset WMF Lono* ist dafür die schlüssigste Wahl in dieser Auswahl. Wer Genauigkeit und Menge in den Vordergrund stellt, fährt mit einem Stick besser, wie es auch Stiftung Warentest sah.

Häufige Fragen

Was ist ein Sous-vide-Garer mit Becken?

Ein Gerät, das Behälter, Heizung und Regelung vereint. Du füllst Wasser ein, stellst Temperatur und Zeit ein und legst vakuumierte Beutel hinein. Im Unterschied zum Stick brauchst du keinen eigenen Topf.

Für wie viele Personen reicht ein Becken von 6 bis 8,5 Litern?

Mit der Faustregel von Douglas Baldwin (3 bis 5 Liter Wasser je Kilogramm Gargut) reichen 6 Liter für etwa 1,2 bis 2 kg, 8,5 Liter für etwa 1,7 bis 2,8 kg. Vier Steaks à 250 g sind damit unproblematisch.

Ist ein Garer mit Becken schlechter als ein Stick?

Stiftung Warentest sah in test 1/2018 die Sticks vorn: Tanks brauchten in Extremfällen über zwei Stunden fürs Aufheizen und verteilten die Wärme teils ungleichmäßig. Das gilt als Tendenz für die Bauart, nicht automatisch für jedes Modell.

Kann ich in einem Garer mit Becken auch Joghurt machen?

Bei einigen Modellen ja: Der ProfiCook PC-SV 1112 nennt eine Joghurtmaker-Funktion, der Caso SV 900 die Joghurt-Zubereitung. Für einen Stick gilt das nur, wenn er niedrige Temperaturen ab etwa 40 °C kann.

Brauche ich bei einem Becken eine Zirkulation?

Ja, eine Umwälzung gleicht Temperaturunterschiede im Wasser aus. Stiftung Warentest fand in zwei Tanks Stellen, die bis zu 20 Kelvin wärmer waren als andere. Prüfe, ob der Hersteller eine Zirkulation nennt.

Kann ich einen Stick in ein Becken stellen?

Ja. Behälter-Sets mit Deckelöffnung und Gestell sind genau dafür gedacht. Wichtig sind Deckelöffnung, Höhe und die Mindestwasserhöhe des Sticks. Mehr dazu unter Sous-vide-Behälter.

Redaktion sousvide-guide

Wir ordnen Sous-vide-Garer, Vakuumierer und Thermometer anhand von Herstellerangaben, öffentlichen Testergebnissen und einer festen Kriterienmatrix ein. Temperaturen und Garzeiten stammen aus belegten Quellen.

Zuletzt aktualisiert am 20.10.2026 · Redaktion · Methodik · Fehler gefunden? Hinweis senden

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