Anova beschreibt die Methode so: Das Gargut kommt in einen wiederverschließbaren Beutel, der bis auf eine Öffnung von etwa 2 Zentimetern geschlossen wird. Dann taucht man den Beutel ins Wasser, bis nur noch der Verschluss herausragt. Das Wasser drückt die Luft aus dem Beutel, danach wird er ganz verschlossen.
Anova rät, dies in kaltem Wasser in einem separaten Topf zu tun, nicht im heißen Sous-vide-Bad. Warum die Luft überhaupt raus muss, erklärt Baldwin: Luft isoliert. Zip-Gefrierbeutel funktionieren nach seiner Einordnung unterhalb von etwa 90 °C; die Verbraucherzentrale rät generell, Lebensmittel nur in Verpackungen zu erhitzen, für die der Hersteller das ausdrücklich vorsieht.
Die Methode entfernt die Luft meist nicht so vollständig wie ein Vakuumierer und eignet sich vor allem fürs sofortige Sous-vide-Garen. Für lange Lagerung im Gefrierfach ist ein Vakuumierer die verlässlichere Wahl. Feste, nicht zu flüssige Lebensmittel gelingen am besten.
Praxisbeispiel
Du gart Hähnchenbrust im Zip-Beutel: Beutel mit Marinade bis auf 2 Zentimeter schließen, im kalten Wasser versenken, vollständig verschließen und ins Bad legen. Schwimmt der Beutel, hilft ein Gewicht.
Siehe auch
Häufige Fragen
Brauche ich für Sous vide zwingend einen Vakuumierer?
Nein. Mit der Wasserverdrängungsmethode oder einem Trinkhalm kannst du die Luft aus Zip-Beuteln entfernen; die Stiftung Warentest nennt den Halm als Alternative.
Warum soll ich die Luft herausdrücken?
Luft isoliert nach Baldwin und verschlechtert den Wärmeübergang. Außerdem schwimmt ein luftgefüllter Beutel auf.
- Anova Support: Beutel ohne Vakuumierer verschließen
- Douglas Baldwin: A Practical Guide to Sous Vide Cooking – Appendix B Equipment
- Stiftung Warentest: Sous-vide – Vakuumgaren im Wasserbad (Anleitung) – Alternative Trinkhalm
- Verbraucherzentrale: Schadstoffe im Essen – von der Verpackung ins Lebensmittel


