Wikipedia beschreibt Mise en Place als Vorbereitung des Arbeitsplatzes in der Gastronomie. Du stellst Zutaten, Gewürze und Arbeitsutensilien bereit und ordnest sie so an, dass sie optimal erreichbar sind. Beim Sous vide lohnt sich das besonders, weil die Arbeit in zwei Phasen zerfällt: vorbereiten und garen.
Ein großer Vorteil liegt im flexiblen Zeitfenster. Baldwin schreibt, dass eine Abweichung von ±10 % der optimalen Garzeit nicht wahrnehmbar ist und bis zur doppelten Zeit meist noch akzeptabel bleibt. Roh vorbereitete Beutel dürfen laut Baldwin nicht länger als 4 Stunden zwischen 5 und 54,4 °C liegen. Bis zum Garstart gehören sie also in den Kühlschrank.
Dein Ablauf: Gewürze abwiegen, Fleisch würzen, Beutel vakuumieren und kühlen. Heize dann das Bad vor. Stiftung Warentest (test 1/2018) nennt für den schnellsten Stick etwa 30 Minuten bis 60 °C. Während das Bad aufheizt, bereitest du Beilagen und die Pfanne zum Anbraten vor.
Siehe auch
- Meal Prep mit Vakuumierer – länger frisch vorkochen
- Sous-vide-Garzeiten – Zeiten und Temperaturen im Überblick
- Garzeiten-Rechner – Zeit nach Dicke berechnen
- Ruhezeit – was nach dem Garen zählt
Häufige Fragen
Wie lange darf ein Beutel vor dem Garen liegen?
Roh vorbereitet höchstens 4 Stunden zwischen 5 und 54,4 °C (Baldwin). Bis zum Start gehört er in den Kühlschrank.
Ist mehr Garzeit schädlich?
Nicht sofort. Baldwin schreibt, bis zur doppelten optimalen Zeit sei das Ergebnis meist noch akzeptabel, bei zu langem Halten wird Fleisch matschig.
- Wikipedia: Mise en Place
- Douglas Baldwin: A Practical Guide to Sous Vide Cooking – Aussagen sinngemäß wiedergegeben
- Stiftung Warentest: Sous-vide-Garer im Test – test 1/2018

